Du möchtest wissen, wie du Amigurumis häkelst, die genauso sauber, gleichmäßig und niedlich aussehen wie die schönen Beispiele, die du online siehst? Wir helfen dir dabei!
Amigurumis sind kleine gehäkelte Figuren, Tiere und Charaktere, die aus einfachen Formen entstehen. Sie sehen vielleicht einfach aus, aber für eine gleichmäßige, saubere Oberfläche braucht es ein bisschen Übung.
Genau hier kommen unsere Amigurumi-Tipps ins Spiel. Von der Wahl des richtigen Garns und einer festen Maschenspannung bis hin zum Häkeln in Spiralen und unsichtbaren Abnahmen – ein paar einfache Tricks können einen großen Unterschied für dein fertiges Amigurumi machen.
Egal, ob du zum ersten Mal ein Amigurumi häkeln möchtest, Tipps für dein nächstes Amigurumi-Projekt oder bereits eine ganze Sammlung kleiner gehäkelter Tiere und Figuren hast: Mit diesen Tipps gelingen dir sauberere Maschen und gleichmäßigere Formen.
Also, schnapp dir deine Häkelnadel und los geht's!
Das Wichtigste zuerst: Vermeide Lücken in deinem Amigurumi
Bevor wir zu den fünf Tipps kommen, sprechen wir über eines der häufigsten Probleme beim Amigurumi-Häkeln: Lücken.
Amigurumis werden normalerweise sehr fest gehäkelt. So entsteht ein dichtes Gewebe, das die Füllwatte sicher an ihrem Platz hält. Wenn du zu locker häkelst, können kleine Löcher entstehen und die Füllung wird sichtbar.
So kannst du das vermeiden:
- Achte auf eine gleichmäßige Maschenspannung
- Verwende eine kleinere Häkelnadel als auf der Garnbanderole empfohlen wird
- Prüfe vor dem Start die Häkelbegriffe in deiner Anleitung – Die verwendete Terminologie kann je nach Land variieren, und Begriffe aus dem UK- und US-Häkelbereich sind nicht immer identisch. Ein kurzer Check zu Beginn kann dir später viel Verwirrung ersparen.
- Fülle dein Amigurumi nicht zu stark aus, denn zu viel Füllwatte kann die Maschen auseinanderziehen.
Das Ziel ist ein festes, gleichmäßiges Gewebe, ohne dass du bei jeder Masche mit deiner Häkelnadel kämpfen musst.
1. Wähle das richtige Garn
Das Garn, das du auswählst, kann einen großen Unterschied für dein Amigurumi machen.
Achte auf ein Garn, das sich angenehm häkeln lässt, seine Form behält und den Look erzeugt, den du dir für dein Projekt wünschst. Recycelte Baumwollgarne eignen sich hervorragend für Amigurumis, da sie strapazierfähig sind und ein schönes, klares Maschenbild ergeben.
Hoooked bietet dafür zum Beispiel Eco Barbante und Soft Cotton.
Kurz gesagt: Wähle ein Garn, das gut zu deinem Projekt passt – und überlasse den Rest deinen Maschen.
2. Häkle dein Amigurumi in Spiralen
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass viele Amigurumis keine sichtbare Linie haben, an der eine Runde endet und die nächste beginnt?
Das liegt daran, dass sie meist in fortlaufenden Runden, also in Spiralrunden, gehäkelt werden. Anstatt das Ende jeder Runde mit einer Kettmasche zu schließen und neu zu beginnen, häkelst du einfach direkt in die nächste Masche weiter. So entsteht eine glatte Oberfläche ohne sichtbare Naht rund um dein Amigurumi.
Es gibt nur einen kleinen Haken: Man verliert leicht den Überblick darüber, wo die Runde endet.
Hier ist ein Maschenmarkierer dein bester Freund. Du kannst einen wiederverwendbaren Maschenmarkierer verwenden oder einfach ein kleines Stück Garn in einer anderen Farbe nehmen. Setze ihn in die erste Masche der Runde und versetze ihn beim Weiterhäkeln Runde für Runde.
3. Achte darauf, dass du auf der richtigen Seite häkelst
Wenn du in Runden häkelst, hat dein Häkelstück ganz natürlich eine Außenseite und eine Innenseite. Bei Amigurumis sollte normalerweise die Außenseite nach außen zeigen. Wenn du auf der Außenseite deines Amigurumis kleine V-förmige Maschen siehst, schaust du wahrscheinlich auf die richtige Seite.
Beim Häkeln kann sich dein Werkstück ganz natürlich einrollen oder nach innen drehen. Wenn das passiert, wende es einfach, sodass die richtige Seite nach außen zeigt, bevor du weiterhäkelst.
Die richtige Ausrichtung macht einen großen Unterschied für das fertige Amigurumi, besonders bei einfachen Maschen, bei denen jedes noch so kleine Detail sichtbar ist.
4. Probiere eine unsichtbare Abnahme
Du hast dir viel Mühe gegeben, deine Maschen sauber und dein Gewebe schön fest zu häkeln. Warum also deine Abnahmen sichtbar machen?
Eine normale Abnahme kann manchmal eine sichtbare Linie oder kleine Erhebung auf deinem Amigurumi hinterlassen. Eine unsichtbare Abnahme sorgt für ein glatteres Ergebnis und eignet sich besonders gut zum Formen von Köpfen, Körpern und anderen runden Teilen.
So geht's:
- Steche deine Häkelnadel nur durch das vordere Maschenglied der nächsten Masche.
- Steche die Häkelnadel anschließend nur durch das vordere Maschenglied der darauffolgenden Masche.
- Hole den Faden und ziehe ihn durch beide vorderen Maschenglieder.
- Hole erneut den Faden und ziehe ihn durch die beiden Schlingen auf deiner Häkelnadel.
Und das war's! Du hast eine unsichtbare Abnahme gehäkelt. Am Anfang braucht es ein bisschen Übung. Aber sobald du den Dreh raus hast, wirst du sie überall einsetzen wollen.
5. Nähe die Augen auf
Jetzt kommt eines der wichtigsten Details: die Augen.
Augen können die Persönlichkeit eines Amigurumis komplett verändern. Verschiebe sie ein kleines bisschen und plötzlich wird aus deinem verschlafenen Bären ein überraschter Bär. Noch einmal etwas anders platziert und schon sieht es aus, als hätte der Bär gerade etwas entdeckt, das er lieber nicht hätte sehen sollen.
Für ein schlichtes, weiches und sicheres Ergebnis sind aufgestickte Augen eine tolle Option. Verwende eine Wollnadel und ein geeignetes Garn – wir greifen dafür meistens zu Soft Cotton – und sticke die Augen direkt auf dein Amigurumi. Du kannst sie ganz einfach als zwei kleine Punkte gestalten oder Wimpern, Augenbrauen und andere Details hinzufügen, um deiner Figur noch mehr Persönlichkeit zu verleihen.
Aufgestickte Augen sind außerdem eine praktische Wahl, wenn du ein Amigurumi für ein kleines Kind häkelst, da keine separaten Kunststoffaugen angebracht werden müssen.
Bei den Hoooked Anleitungen wird für aufgestickte Details regelmäßig übrig gebliebenes Garn verwendet. Das ist also auch eine tolle Möglichkeit, die kleinen Garnreste aus deinem Vorrat sinnvoll zu verwenden.
Lust bekommen, dein eigenes Amigurumi zu häkeln?
Jetzt, wo du die wichtigsten Grundlagen kennst, ist es Zeit, deine neuen Amigurumi-Fähigkeiten auszuprobieren!
Mit den Hoooked DIY Kits wird der Einstieg ganz einfach. Jedes Kit enthält alles, was du für dein Projekt brauchst – darunter die Häkelanleitung, umweltfreundliches Garn und eine Häkelnadel. So verbringst du weniger Zeit mit der Suche nach Materialien und mehr Zeit mit dem Häkeln. Außerdem gibt es Amigurumi-Projekte für verschiedene Schwierigkeitsstufen.
Starte mit einem anfängerfreundlichen Design und arbeite dich zu anspruchsvolleren Projekten vor, während du mehr Sicherheit gewinnst. Ehe du dich versiehst, könnte deine Sammlung kleiner gehäkelter Tiere und Figuren ein bisschen aus dem Ruder laufen. Wir urteilen nicht.
Du lernst lieber, indem du zuschaust? Dann haben wir auch etwas für dich. Entdecke unsere Amigurumi-Tutorial-Playlist auf YouTube mit hilfreichen Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die dich beim Häkeln unterstützen.
Bereit für dein nächstes Projekt? Schnapp dir deine Häkelnadel und los geht's!
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